Vorstoß für Rot-Rot-Grün

Während alle mit der Entscheidung von Oskar Lafontaine beschäftigt sind, kommt die Nachricht von einem Aufruf für ein rot-rot-grünes Bündnis. Der Vorstoß kommt von jüngeren Bundestagsabgeordneten aus SPD, Grünen und Linkspartei und wird morgen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erscheinen. „Wir wissen, dass ein rot-rot-grünes Bündnis mehr unter Druck stehen würde als jede andere Konstellation. Deshalb wollen wir die Debatte jetzt beginnen“, heißt es in dem Papier, das unter der Überschrift Das Leben ist bunter steht. Thematisch stehen, so die Vorabmeldung der FAS, die Themen solidarische Bürgergesellschaft, ökologische Erneuerung, Mindestlöhne und Grundsicherung sowie eine „demokratische Offensive für die Grundrechte und die direkte Demokratie“ im Vordergrund. Es sei zu klären, „wie es zu gesellschaftlichen und perspektivisch auch zu parlamentarischen Mehrheiten jenseits von CDU/CSU und FDP kommen kann“. Der Aufruf ist unterzeichnet von Halina Wawzyniak, Stefan Liebich und Jan Korte (Linkspartei), Marco Bülow und Frank Schwabe (SPD), der früheren Vizevorsitzenden der PDS Angela Marquardt, die inzwischen für die SPD-Fraktion arbeitet, sowie Nicole Maisch und Anton Hofreiter (Grüne). Der Aufruf repräsentiert gewissermaßen eine neue Generation des schon seit den neunziger Jahren zwischen den drei Parteien gepflegten Crossover.
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